Schnarchoperationen

Septumplastik

Beide Naseneingänge werden von einer Scheidewand voneinander getrennt. Deformierte Bereiche der Nasenscheidewand können auf Wunsch und nach Notwendigkeit begradigt werden. Eine verborgene Nasenscheidewand führt zu einer schlechten Nasenatmung. Wenn die Nasenatmung behindert ist, kann die Nase ihre Funktion als Luftanwärmer und Luftbefeuchter nicht wahrnehmen. Die Schleimhäute von Mund, Rachen und Bronchien werden verstärkt belastet und es kommt gehäuft zu Entzündungen mit Halsschmerzen und Hustenreiz. Eine verborgene Nasenscheidewand kann Folge eines Nasentraumas, z.B. durch einen  Schlag auf die Nase, oder aber einfach vererbt sein.

Die Nasenscheidewand kann nur operativ korrigiert werden. Die Operation erfolgt in Narkose. Es kommt nicht immer zur Veränderung der äußeren Nasenform.

Bei Jugendlichen sollte das Wachstum abgeschlossen sein, um eine Nasenscheidewandkorrektur vornehmen lassen zu können. Nach oben ist keine Altergrenze vorgegeben, da eine unbehinderte Atmung für das ganze herz- Lungensystem in jedem Alter von großer Wichtigkeit ist.

Ist eine ärztliche Notwendigkeit für eine Operation gegeben, übernimmt in den meisten Fällen die Krankenkasse die Operationskosten.

Ursache

Die Nasenscheidewand gliedert sich in einen knorpeligen vorderen Bereich und einen hinteren knöcherigen Anteil. Durch das Septum wird die Nasenhöhle in die rechte und linke Nasenhaupthöhle getrennt. Die Luft strömt bei der Atmung durch beide Höhlen. Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand kann vererbt sein oder durch äußere Einwirkungen entstanden sein. Sie behindert ab einer gewissen Ausprägung die Nasenatmung. Ebenfalls kann eine Schwellung der Nasenmuschel den Luftstrom weiter beeinträchtigen.

Eine Lochbildung der Nasenscheidewand kann sich bei Schädigung der Nasenschleimhaut (Verletzung) über die Nase ergeben.

Symtome

Durch die Abweichung der Nasenscheidewand kann die Atmung durch die Nase einseitig oder auch beidseitig behindert werden, da der Hohlraum einer oder beider Nasenhaupthöhlen verengt ist. Dies kann nicht nur sehr störend für die Patienten sein, z.B. bei körperlicher Anstrengung, sondern auch weitere Erkrankungen begünstigen, z.B. wiederholt auftretende Atemwegsinfekte wie Entzündungen der Nasennebenhöhlen, des Rachens oder des Mittelohres. Ebenso kann Schnarchen durch die Scheidewandverkümmung verursacht werden. Es bestehen oft Schlafprobleme. Kopfschmerzen können sich ergeben. Eine Einschränkung des Geruchssinn kann vorkommen.

Bei einem Loch in der Nasenscheidewand können sich unterschiedliche Beschwerden ergeben, bzw. Pfeifgeräusche beim Ein- und Ausatmen sowie gehäuftes Nasenbluten.

Diagnose

Nach der Erhebung der Anamnese wird eine gründliche HNO-ärztliche Untersuchung durchgeführt. Durch Betrachtung von außen und durch eine endonasale Rhinoskopie wird die Nasenhöhle beurteilt, wobei eine Schiefstellung meist bereits deutlich festgestellt werden kann. Ebenfalls wird auf eine eventuelle Schwellung oder Vergrößerung der Nasenmuscheln geachtet. Ebenso werden bildgebende Verfahren, z.B. Röntgen, Ultraschall oder Computertomographie eingesetzt. Ein Allergietest kann des Weiteren durchgeführt werden, um eventuell Heuschnupfen als Ursache für die Atembehinderung zu diagnostizieren.

Therapie

Da es sich um eine strukturelle Veränderung handelt, kann eine nichtoperative Therapie zwar die Beschwerden lindern, jedoch keine Heilung bewirken. Bei Behinderung der Nasenatmung können bzw. abschwellende Nasentropfen genommen werden, diese dürfen jedoch nicht dauerhaft angewendet werden.

Die Operation an der Nasenscheidewand erfolgt in Vollnarkose. Ziel ist es bei der Operation zur Begradigung, eine mittige und gerade Nasenscheidewand ohne zu starke Zueinwirkung auf das umliegende Gewebe zu erhalten. Nach diesen operativen Maßnahmen wird in der Regel eine Silikonschienung eingerührt, damit die Scheidewand stabilisiert wird und gerade bleibt. Diese Stützschienen können nach 1 bis 2 Wochen wieder herausgenommen werden.

Ratgeber

Operationsart: Vollnarkose
Operationsdauer: ca. 60 bis 120 Minuten
Krankenhausaufenthalt: ca. 5 Tage
Arbeitsfähigkeit: nach ca. 2 bis 3 Wochen
Medikamente:

gegen Infektionsgefahr evtl. Antibiotikum
für ca. 1 Woche, Schmerzmittel

Risiken: Infektionen, Nachblutung, Atmungsbehinderung
für die erste Zeit nach der Operation

Hilfreiche Hinweise nach der Operation

Viel Schonung, nicht heiß Baden, in der ersten Zeit keine Nasenputzen, keine Einnahme von Aspirin 2 Wochen nach der Operation, am OP-Tag kein Auto fahren, 2 Wochen keine gossen körperlichen Belastungen, 2 Wochen kein Sport.

 

 

Weiterführende Informationen

Unsere Sprechzeiten:

Montags:

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Mittwochs:

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Donnertags:

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15:00 - 19:00 Uhr Sprechstunde

Freitags:

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Sprechstunde

Bitte beachten Sie, dass auch bei Termin Sprechstunden mit eventuellen Wartezeiten zu rechnen ist.


Ärztehaus

Das Ärztehaus ist behindertengerecht ausgerichtet. Vor dem Haus finden Sie reservierte Behindertenparkplätze und im Eingangsbereich einen großräumigen Fahrstuhl

Dr. med. Liliane Zimmer-Oberhoff
HNO-Ärzte
in Osnabrück auf jameda
06/2017